Montag, 24. Mai 2010

Der Versuchsaufbau

Werte Damen und Herren, das Spiel möge beginnen.

Das Experiment

Der Versuchsgegenstand:
 
weiblich, 22, Studentin
Übergewicht (geschätzte 20 Kilo), Brille, rot gefärbte Haare, 176cm, 46/48
unauffällig, zurückhaltend, unsicher, unsportlich
enge Freunde: 2
lockere Freundschaften: 2
Bisherige Beziehungen: keine
Erfahrungen mit Männern: ja, aber wenige


Das Ziel des Versuchs:
  • Normalgewicht
  • "Schönheit" 
  • Selbstbewusstsein
  • Sportlichkeit
  • großer Freundeskreis
  • Liebesbeziehung (länger als 2 Monate)
  • Beliebt sein!
Es ist ein Experiment und ich brauche eure Hilfe dabei. Es ist kein Selbstfindungstripp oder die Folge eines Hormonschubs. Ich möchte möglichst nüchtern (wissenschaftlich wäre wohl etwas hoch gestochen) herausfinden durch welche Methoden man von einem niemand zu einem jemand wird.  Sagt mir was man tun muss um beliebt zu sein. Und mich interessieren solche Floskeln wie "Es kommt nur auf die inneren Werte an" nicht. Das bringt mich nicht weiter. Ich brauche Klischees. Sagt mir, dass ihr glaubt, dass Blondinen es leichter haben. Welche Musik sollte man hören, welche Serien kennen? Ich werde es ausprobieren und dokumentieren wie was bei den Mitmenschen ankommt. Was einen wirklich weiter bringt. Ja, mag sein, dass die Floskeln dann am Ende Recht behalten. Aber ich glaube, dass es durchaus ein "Rezept" für Beliebtheit gibt. Und ich denke auch nicht, dass es so unbekannt ist. Die Frage ist nur ob es sich am Ende lohnt. 
Lasst es uns herausfinden.

15 Kommentare:

  1. Ist das als Versuch zu verstehen, herauszubekommen, ob Floskeln stimmen oder als als ein sich-verbiegen, um Beliebt zu sein?

    Beliebt sein, ist ja für jeden anders, da jeder andere Eigenschaften bevorzugt.
    Ein Beispiel: Meine Kollegin kann nicht mit Kritik umgehen und geht jedem Menschen aus dem Weg, der einem ehrlich die Meinung sagt. Ich persönlich suche aber diese Menschen. Ich mag es, jemandem sagen zu dürfen, was ich nicht gut finde, das wird geklärt und dann ist gut. Sie kann damit nicht umgehen. Also ist diese ehrliche Person dann beliebt? Bei einem ja, bei dem anderen nicht.

    Ich weiß nicht, ob man das so paschalisieren kann. Es kommt sicher immer darauf an, in was für einer Zielgruppe man beliebt sein möchte.

    Liebe Grüße ... Emily

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  2. Das Wichtigste ist, sei authentisch!

    Sich zu verbiegen um beliebt zu sein ist der denkbar schlechteste Weg.

    Was bedeute es dir denn überhaupt beliebt zu sein? Willst du von der Masse gemocht werden oder nur von den Menschen die dir wirklich wichtig sind?

    Und wer sagt dass du ein Niemand bist? Du? Deine Eltern? Deine Freunde? Fang bei dir an. Fang an dich zu mögen, dann wirst du auch von anderen "gemocht"

    Und die Optik ist nicht entscheidend für dein Lebensglück. Ich selber hab im letzten Jahr 20 Kilo abgenommen. Das hatte keine Auswirkungen auf meinen Freundeskreis, auf meine Probleme auf der Arbeit oder auf eine Beziehung die ich immer noch nicht habe.

    Fang an zu leben. Jetzt und sofort. Deine Probleme mit dir selber werden sich nicht lösen auch wenn du 20 Kilo abgenommen hast oder du dich blondieren lassen solltest (was ich aber nicht hoffe!!!)

    Schau dir mal die Mädels an die du toll findest. Wollen wir wetten dass auch die sagen: "Wenn dieses und jenes an mir anders wäre, dann.... blablabla"

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deiner Metamorphose.

    Liebe Grüsse Küchenzauberfrau

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  3. Hallo Emily,

    ich würde es nicht verbiegen nennen, eher ein in-verschiedene-Rollen-schlüpfen. Ich bin unzufrieden mit dem wie es jetzt läuft. Schon lange. Nicht totunglücklich, weil es da trotz allem tolle Menschen und glückliche Momente in meinem Leben gibt. Aber ich will mehr. Darum will ich Neues ausprobieren und schauen wie mir das steht. Möglich, dass ich schnell einsehe, dass das nichts für mich ist. Aber dann habe ich ja dennoch nichts verloren, sondern eine neue Erkenntnis dazugewonnen.

    Für mich ist das eher ein Spiel. Außerdem glaube ich, lässt sich daran sehr gut feststellen wie die Gesellschaft funktioniert. Was akzeptiert wird, welche Menschen es schwerer haben. Du hast natürlich Recht. Zielgruppen spielen eine große Rolle. Will ich in der 9. Klasse beliebt sein, muss ich sicherlich anders sein als das was die coole HipHop-Gang bevorzugt. Aber ich glaube schon, dass gewisse Faktoren gibt, die der Durchschnitt der Gesellschaft eher akzeptiert. Und ich denke Oberflächlichkeiten spielen dabei eine große Rolle. Aber wenn ich mich irre, werde ich das ja schnell herausfinden. ;)

    Ich sehe das daher so: Zu verlieren habe ich nichts. Also mals ausprobieren was passiert, wenn ich mich anders verhalte. Natürlich mit dem Wunsch, dass es positive Auswirkungen sind.

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  4. Oh, das hört sich traurig an. Hm, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man durch irgendwelche Serien beliebter wird. Schau doch einfach das, was dir gefällt. Und wenn sich welche darüber unterhalten, kannst du mitreden, weil du die Serie gerne schaust und nicht, weil du das schaust, um mitreden zu können.

    Du glaubst, es gibt ein Rezept für Beliebtsein? Ja. Sei ehrlich zu dir und zu anderen, lerne dich zu lieben und akzeptiere dich so, wie du bist. Wünsche deinen Mitmenschen nur das beste und zeige ihnen das auch. Verschwende keine Zeit mit negativen Gedanken, sei nicht neidisch auf andere, die hübscher, dünner oder beliebter sind als du. Sondern lerne von ihnen, wie sie so geworden sind.

    Gehe offen auf andere zu. Sowas mögen Menschen, weil sie dich besser einschätzen können. Sag deine Meinung zu den Dingen, auch wenn sie niemand anderes mit dir teilt. Sei aufrichtig. Versteck dich nicht und zeig allen, was für ein tolles Mädel du bist - und was sie ohne dich verpassen.

    Hab Spaß an allem, was du tust. Bzw. die Sachen, die du machst, solltest du mit Leidenschaft angehen. :)

    Und veränder dich nicht, um beliebt zu sein. Sei beliebt, weil du so bist, wie du bist. Du solltest dich nicht verbiegen, sondern dich aus deinem Inneren heraus verändern....dir zu liebe, nicht wegen anderen.

    Bin gespannt, wie sich das hier entwickeln wird.

    Lieben Gruß, Ellen

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  5. Liebe Küchenzauberfrau,

    ich sehe deinen Eintrag leider jetzt erst, sonst wäre ich in meinem vorherigen Kommentar darauf eingegangen. Einige Sachen sollte ich dort auch schon erklärt haben.

    Ich möchte nur nochmal betonen: Die 20 Kilo sind mir nicht so wichtig. Ich weiß, dass ich die abnehmen kann. Und ich weiß auch, dass die Probleme nicht mit dem Übergewicht kamen, sonder das Übergewicht durch die Probleme verursacht wurde. Die waren also auch schon da als ich schlank war.

    Ich weiß, dass ich das abnehmen kann und auch tun werde. Schon allein um mich wohler zu fühlen. Aber das soll nicht das zentrale Thema meines kleinen Selbstversuchs sein. Darum geht es mir nicht in erster Linie. Höchstens darum wie andere auf diese optische Veränderung reagieren. Und meine Haarfarbe mag ich auch sehr. Aber ich hätte nun kein Problem damit für ein paar Wochen etwas anderes auszuprobieren. Wie gesagt: Was habe ich schon zu verlieren? Gefällt es mir nicht, ändere ich es wieder. :)

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  6. Oh, ihr schreibt zu schnell.

    Herzmädchen,

    danke für deinen Kommentar. Und ich stimme dir bei vielem zu. Aber der Punkt ist: Wenn ich so bleibe, wie ich bin, bin ich nicht glücklich.
    Es fällt mir schwer anderen die Meinung ins Gesicht zu sagen, offen zu sein. Ich bin mit mir so wie ich bin nicht zufrieden. Darum möchte ich ausprobieren wie es ist anders zu sein (was ja nun nicht gleich arrogant, hinterlistig, böse, dümmer bedeutet). Vielleicht gefällt es mir. Vielleicht auch nicht. Aber das weiß ich erst, wenn ich es ausprobiert haben. :)

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  7. Ich stimme dem, was meine Vorgängerinnen geschrieben haben, definitiv zu. Und ich denke du weißt auch größtenteils, wie du dich verändern kannst, damit du so richtig zufrieden bist.

    Ich kann dir einen Tipp geben, durch den ich "beliebter" geworden bin, nachdem ich mich selbst zur Außenseiterin degradiert habe: Häng dich an eine beliebte Person (wenn möglich ein guter Freund/in von dir), geh mit ihr weg und schau dir an wie sie mit Leuten umgeht, wie sie es schafft so beliebt zu sein. Dadurch lernst du viele Leute kennen. Und dann schau, ob du ein paar Verhaltensweisen übernehmen kannst. Binde sie in deine Persönlichkeit mit ein.
    Durch diese Verhaltensweisen kannst du dich teilweise auch selbstsicherer geben, als du eigentlich bist und irgendwann wird dir diese Selbstsicherheit in Fleisch und Blut übergehen. Dann kannst du dich mehr bei anderen Leuten einbringen und ja, vielleicht wirst du dann "beliebter". Ich weiß nicht, ob es funktioniert oder ob du soetwas überhaupt machen willst - bei mir hat es funktioniert und funktioniert es immer noch.
    Vielleicht ist es auch einfach ein dummer Tipp, aber es ist eine mögliche Methode und danach hast du ja gefragt ;)

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  8. Ah, das klingt interessant. Sehr schön. Wird ausprobiert. Ich denke ich weiß auch schon an wen ich mich da hängen kann.
    SMS wird heute noch abgeschickt. Dann abwarten was passiert. ;)
    Danke

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  9. Die Idee von Das Mädchen klingt gut.

    Was du auch machen kannst...da du studierst, gibt es bei dir aufm Campus bestimmt Fachschaften und den AStA. Mach da mit, schau dir an, was die dort machen und bring dich ein. Auf diese Weise lernst du schnell neue und nette Leute kennen.

    Auschließen wird dich dort niemand, schließlich haben sie es sich ja zur Aufgabe gemacht, anderen Studenten zu helfen. :)

    So habe ich ganz viele unterschiedliche und tolle Menschen kennen gelernt. :) Außerdem kannst du da viel lernen, in dem du Aufgaben übernimmst. Dadurch wirst du selbstsicherer und sammelst tolle Erfahrungen.

    Ich hab bei uns ein Fest organisiert, dass hat mir sehr viel gebracht. An Erfahrung, an Bekanntschaften und auch an Spaß. ;)

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  10. Ich kann dir nur den gleichen Tipp geben wie das Mädchen.
    Ich selber hab dies nämlich "indirekt" gemacht, da meine beste Freundin mit der Zeit immer beliebter wurde, ich haber nie meine Schüchternheit überwunden habe.

    Sie ist immer nett und sehr aufgeschlossen gegenüber fremden Menschen und wurde so auch oft von Freunden Abends mitgenommen wo sie wieder neue Menschen kennenlernte.
    Und ich glaube, wenn du das Verhaltenmusters eines beliebten Menschen durchschaust dann kannst du es auch gut selber anwenden. Obwohl, ich denke, verstellen solltest du dich auch nicht, den das merken die meisten sofort.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück!

    lg Ama

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  11. Sehr interessant. Ich denke ich kann dir da einiges dazu erzählen. Nur leider habe ich grad keine Zeit auf eine gescheite Antwort. Daher bekommste nächste Woche mal eine Mail :) Es sei denn du hast eine konkrete Frage, du sprichst ja ziemlich viele Themen hier an.

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  12. Tja, hatte mir gerade (unter der Dusche) eine schöne, lange Antwort zurechtgelegt, die nun leider wieder in meinen Hirnwindungen verschwunden ist...
    Zuallererst: Ja, ich denke es gibt viele bestimmte Sachen, durch die man beliebter wird oder mehr Menschen einen mögen. Ich war selbst lange Zeit "Aussenseiter", die stille Person in der Ecke, und habe versucht beliebter zu werden. Hat auch halbwegs funktioniert ;)
    Ich denke eines der wichtigsten Dinge ist, dass man redet. Ich weiß nicht, was für ein Typ du bist, eher still oder Labertasche, aber Leute die einfach reden werden viel leichter angenommen oder einbezogen. Ich dachte früher, ich könne eh nicht mitreden, weil ich entweder keine Ahnung habe, oder die Leute mich nicht dabei haben wollen - aber das stimmt nicht! Viele würden bestimmt gerne dich kennen lernen... und dafür musst du einfach nur mal reden. Und LÄCHELN! Egal wie unhübsch du dein Lächeln findest oder so, wenn du lächelst wirkst du einfach sympathischer. Das ist bewiesen, sogar in der Praxis oft angewandt^^
    Nächster Punkt; du willst "hübscher" auf deine Mitmenschen wirken/sein? Ich denke da kommt es darauf an, dass du dich wirklich wohl fühlst. Du hast geschrieben du fühlst dich nicht wohl? Geh einfach mal zum Frisör und mach dir deine Haare ganz anders, mach dich einfach selbst zurecht, beschäftige dich ein wenig mit deinem Aussehen, sodass du dir selbst gefällst! Zieh nicht unbedingt Klamotten an, wo du denkst, dass sie an dir gut aussehen, sondern ziehe Sachen an, die du magst, in denen du dich wohl fühlst (dann siehst du nämlich gut aus^^)
    Sei ausserdem witzig und lustig. Leute mögen es, wenn man über Scherze und bestimmte Situationen lacht. Sei einfach fröhlich, wenn du fröhlich sein willst, reiß auch einen "schlechten Witz". Humor ist bei vielen sehr wichtig...
    Hm, was mir noch bei den angesprochenen Serien etc. einfällt: Du solltest sie kennen... Es heißt jetzt nicht, dass du dir jetzt irgendwelche stupiden Serien reinziehen solltest, die du nicht magst, aber kennen solltest du sie, wenigstens vom Namen. Und gebe es offen zu, wenn du etwas nicht magst, oder nicht siehst... "Germanys Next Topmodel? Ist doch alles nur Kommerz, Heidi Klum nervt..." sag es einfach offen heraus ;) So ähnlich ist es auch bei Musik. Wenn du sagst, "Hö, wer is'n Sido?", dann denken manche bestimmt seltsam über dich... Aber wenn du einfach sagst, das und das und das, die Musik mag ich, darauf stehe ich... BÄM schluss aus fertig - dann ist es einfach ok. Du musst nur überzeugt sein :D (ausser bei HipHop oder so, da hilft so was nicht >.< (ausser deine baldigen Freunde sind alle Hiphopper)) ...
    Das wars erst einmal von mir, mehr fällt mir grad nicht so ein^^ Hoffe ich konnte ein wenig helfen, denn spezifisch etwas zu sagen, wenn alles ein wenig allgemein ist, ist schwer.

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  13. Huch, das war nicht beabsichtig^^

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  14. Ich denke es wird sich nicht lohnen...

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  15. mit gossip girl gucken hast du schon einen guten anfang gemacht ;) dort lernt man schließlich schon eine menge.

    als ich in der 10. klasse war, war ich der klassenemo. ich hatte eine beste übergewichtige freundin und ein paar, die mich irgendwie vielleicht mochten. zwei davon, weil ich eine gute autorin bin und sie meine geschichten gern lesen.
    als meine beste übergewichtige freundin auf eine andere schule gewechselt ist, hatte ich nur noch diese beiden leserinnen und ich denke, dass mittlerweile alle aus meiner tutantengruppe (ich bin jetzt in der 11.) mich irgendwie mögen. ich hab mich aber nicht angepasst, ich hab nur mein emo-image aufgegeben, als ich 14 geworden bin (was ja jetzt auch schon drei jahre her ist) und einfach den scheiß gemacht, den ich wollte. und hab damit viele andere mit reingezogen. und jetzt geht es mir super.

    vielleicht hab ich später noch mehr zum thema beizusteuern. ich bin wirklich verdammt gespannt auf deine fortschritte, weil ich wirklich glaube, dass es ein rezept zum beliebtsein gibt.

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